Hohe Betriebssicherheit, einfach zu warten und verschleißarm: Die neuen vertikalen Lutz Kunststoff-Tauchkreiselpumpen B80 (06/08)
Vertikale Eintauchpumpen in unterschiedlichen Kunststoffen werden nahezu ausschließlich unter erschwerten Bedingungen eingesetzt. Temperatur, Feststoffe oder extrem hohe Schalthäufigkeit der Pumpen sind die Ursache für häufige Pumpenschäden und teure Reparaturen sowie Ausfallkosten für Anlagen.
Die neuen vertikalen Kunststoff-Tauchkreiselpumpen B80 Baureihe KGK wurden für den Einsatz in geschlossenen drucklosen Behältern, Becken oder Gruben konzipiert. Dabei wurden die häufigsten Ausfallursachen von Eintauchpumpen analysiert und nachhaltig behoben. Durch die teilweise aufwendigen konstruktiven Lösungen wurde eine robuste Pumpe entwickelt und eine hohe Lebensdauer und Betriebssicherheit erreicht. Spezielle Dampfdichtungen schützen die Pumpenlagerung vor Gasen und Dämpfen.
Die fest installierten Pumpen werden zum Fördern von Säurelösungen, Hydroxiden, Salzen in unterschiedlichen Konzentrationen, starken Säuremischungen, galvanischen Bädern, chemischen Abwässern, chlorierten Kohlenwasserstoffen, Glycoläther, Emulsionen, Meerwasser und Thermalwasser mit Fördermengen bis zu 80 m³/h und einer Förderhöhe bis zu 41 mWS bei einer Dichte von max. 2 kg/dm³ eingesetzt.
Die einstufigen Tauchkreiselpumpen haben eine Eintauchtiefe zwischen 500 und 4000 mm sowie eine max. Saugrohrverlängerung bis 2000 mm. Die Pumpen sind in den Werkstoffen PP (Polypropylen), PVDF (Polyvinylidenfluorid) und PVC (Polyvinylchlorid) mit einer hohen chemischen Beständigkeit lieferbar. In der Ausführung „G“ sind das eingetauchte Wellenführungsrohr und das Steigrohr mit PP-GFK (Epoxid Vinylesterharz mit Glasfaserverstärkung) ummantelt. Dadurch wird die Festigkeit erhöht und die Längenausdehnung minimiert. Es können damit Flüssigkeiten mit einer Temperatur von bis zu 90 °C gefördert werden. Die Lagerbelastung wird reduziert und die Lebensdauer der Pumpe erhöht.

Baureihe KGK: Qualität im Detail
Die Pumpe verfügt über ein kompaktes Lagergehäuse mit robuster Trageplatte aus Kunststoff. Das Lagergehäuse ist durch eine Säureschutz-Lackierung korrosionsbeständig und nimmt die elastische Kupplung mit axialer und radialer Lagerung auf. Hierbei wurde auf eine platzsparende Bauweise geachtet, die zudem Schwingungen deutlich reduziert. Zur Eindämmung der Dämpfe und Gase, die sich im Innern der Pumpe bilden, wird bei der Standardausführung auf Höhe der Trageplatte eine in statischen und dynamischen Bedingungen trocken funktionierende Dampfdichtung angebracht. Ergänzend zur trocken funktionierenden Standard-Lippendichtung wird auch eine gemischte Dichtung mit dynamischem Abweisring angeboten, die bis zu einem Druck von 300 mbar effizient funktioniert. Das innovative System „Flüssigkeitsbarriere“ kann über eine Schnellkupplung mit Druckluft oder Flüssigkeit versorgt werden. Die laminare Ausbreitung der Druckluft baut einen Gegendruck auf und sperrt die schädlichen giftigen Dämpfe und Gase vollkommen ab, sodass diese weder an die mechanischen Teile noch nach außen gelangen können und die Umwelt geschützt wird.
Optional kann die Pumpe mit einer externen Spülleitung versehen werden, damit die Führungsbuchsen durchspült werden können. Die Pumpenwelle ist aus Kohlenstoffstahl und durchgehend mit einer mediumsbeständigen Kunststoffummantelung versehen. Die Welle ist großzügig dimensioniert und verwindungssteif und wird oben von einem Wälzlager sowie darüber hinaus entlang ihrer Längsachse von Gleitlagern geführt. Damit ist die Pumpe weitestgehend gegen Kavitationsschäden abgesichert.
Die Gleitlager sind wahlweise in PTFE/Glas auf Keramik oder für abrasive Medien in SiC/SiC ausgeführt. Die Gleitlagerung ist mediumsgeschmiert bzw. optional mit Fremdmedium beaufschlagt und wird in eigenen Lagerbuchsen aufgenommen. Dadurch kann die Lagerung einfach ausgewechselt werden. Bei Lagerschäden wird gleichzeitig vermieden, dass das gesamte Pumpengehäuse zerstört wird. Dies macht die Pumpe sehr servicefreundlich.
Der Wirkungsgrad der Pumpenhydraulik wurde optimiert. Es stehen offene wie auch geschlossene Laufräder zur Verfügung. Hydraulisch sind die Laufräder über Rückenschaufeln entlastet, so dass nur minimale Axialkräfte auf die Pumpenlagerung einwirken. Ein serienmäßig installiertes Einlaufsieb schützt die Pumpe vor Verunreinigungen und Feststoffen bei minimalen Strömungsverlusten.
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