Wie funktioniert eine Fasspumpe zur Restentleerung?

Mit Hilfe einer Fasspumpe haben Sie zwar die Möglichkeit ein Fass oder einen anderen Behälter schnell zu entleeren, doch beim Abschalten der Pumpe läuft die Flüssigkeit, die sich zu diesem Zeitpunkt noch im Pumpwerk befindet, ungehindert zurück ins Fass. Ähnlich wie beim Trinken aus einem Strohhalm. Enorme Produktverluste durch nicht restlos entleerte Fässer sind die Folge. Zudem können zehn Mal höhere Kosten durch die Aufwendungen für Restbeseitigung, Abwasserreinigung und Deponiebelastung entstehen.

Das Prinzip der Restentleerung

Um einen Flüssigkeitsrücklauf zu verhindern, wird der Pumpenfuß bei laufendem Motor durch das Absenken des Verschlusstopfes innerhalb des Pumpwerkes verschlossen. Das Verschließen (Absenken) bzw. Öffnen (Anheben) geschieht durch Verstellen eines kleinen Hebels unterhalb des Handrads. Dieser Verschlusstopf verhindert so, dass die bereits restlos angesaugte Flüssigkeit wieder in das Fass zurücklaufen kann. Nach Abschalten des Motors kann das Pumpwerk mit der angestauten Flüssigkeit entnommen und in das nächste Fass umgesetzt werden. Ebenso kann die Restflüssigkeit durch Öffnen des Verschlusstopfes problemlos in ein kleineres Gefäß entleert werden. 

Verschlusstopf ist geöffnet

Wenn der Verschlusstopf geöffnet ist, kann die Flüssigkeit abgepumpt werden.

Eine Lösung besonders für die chemische Industrie

Lutz Pumpen entwickelte für diese Branche eine spezielle Fasspumpe. Das Restentleerungspumpwerk ist durch sein Handrad mit dem Antriebsmotor verbunden. Er überträgt seine Leistung über eine elastische Kupplung auf die Antriebswelle, die in einem Wellenführungsrohr gut gelagert und abgedichtet läuft. Die Welle trägt unten das Laufrad, das die Flüssigkeit innerhalb des Außenrohres nach oben zum Schlauchanschluss fördert.

Verschlusstopf ist geschlossen

Wenn der Verschlusstopf geschlossen ist, wird ein Rücklauf der Flüssighkeit verhindert. Somit kann die Restmenge bei Wechsel des Gebindes "mitgenommen" werden.